Campus Rheinland-Pfalz

    Zwei Birkenfelder Ärzte standen Rede und Antwort

    Hier finden Sie weitere Informationen.

    Dr. med. Dringelstein und Arzthelferin Andrea Hartenberger bei der Impfung am Ende der Veranstaltung.

    Dr. med. Mathias Hoebbel berät bei Coronafragen – auch in seiner Praxis.

     

    Soll ich mich gegen Corona impfen lassen?“

    Unter der Schirmherrschaft der Verbandsgemeinde und Stadt Birkenfeld fand am 2. Oktober in der Stadthalle Birkenfeld eine Veranstaltung rund ums Thema Corona-Impfung statt. Begrüßt wurden die Besucher vom Stadtbürgermeister Miroslaw Kowalski und Holger Noß, dem Beigeordneten der Verbandsgemeinde. Die Internisten Dr. Dringelstein und Dr. Hoebbel erklärten daraufhin die Wirkweise von Corona-Impfstoffen und beantworteten Besucherfragen.

     

    Gesundheitsfragen des Publikums

    So vielfältig das Publikum war, so unterschiedlich waren die gesundheitlichen Fragen. Warum soll es gut sein, sich in der Stillzeit impfen zu lassen, während man doch auf die meisten Medikamente verzichten soll? Führt ein mRNA-Impfstoff zu einem veränderten Erbgut und vielleicht sogar zu Unfruchtbarkeit? Kann man einem mRNA-Impfstoff vertrauen, der auf einer neuen Technik beruht und relativ schnell hergestellt wurde? Meine Freundin hat Diabetes und Angst vor der Impfung - ist die Angst berechtigt?

     

    Wissenschaftliche und dennoch leicht verständliche Antworten

    Auf alle Fragen und auch auf viele in der Gesellschaft wabernden Gerüchte, die vor einer Impfung abschrecken, gingen die Ärzte ein. Dabei schafften Sie den Spagat, wissenschaftlich und sehr leicht verständlich zu antworten. Auf politische und ethische Fragen gingen sie nicht ein. „Wir sind Mediziner und bei dieser Veranstaltung geht es daher natürlich ausschließlich um gesundheitliche Aspekte“, sagte Herr Dr. Hoebbel. Von einem Teilnehmer ließ sich Dr. Dringelstein dann doch zu einem kurzen Statement über seine eigene Impfmotivation hinreißen: „Jedes Jahr lasse ich mich gegen Grippe impfen und in diesem Jahr kam zusätzlich die Corona-Impfung dazu. Ich trage Verantwortung für diejenigen, denen ich begegne. Privat und beruflich.“ Für die Beantwortung von offenen Fragen, die sich aus dem Infoabend ergeben oder an diesem Abend nicht mehr gestellt werden konnten, wiesen die Ärzte ausdrücklich auf die niedergelassenen Ärzte hin. „Bitte äußern Sie einem Arzt alle Ihre Bedenken. Im Gespräch mit ihm können Sie zu einer guten Entscheidung finden.“     

                   

    Einzelgespräche mit den Ärzten

    Nach der dreiviertelstündigen Fragerunde redeten die Mediziner unter vier Augen mit Interessierten. Danach ließen sich fünf Personen direkt vor Ort die Spritze geben. „Ich konnte mit einem Arzt gerade eben ausführlich über meine Vorerkrankungen reden. Er empfahl mir eine Impfung.“, sagte eine 73-jährige Seniorin beim Anstehen zur Impfung. Sie besuchte mit ihrem erwachsenen Enkel die Veranstaltung. Erleichtert äußerte er sich: „Ich freue mich über den Entschluss meiner Oma nach der ärztlichen Beratung. Ich hoffe, dass noch viele solcher Informationsveranstaltungen stattfinden werden. Jeder einzelne, der sich impfen lässt, ist wichtig. Erst recht, da diese Entscheidung auch immer andere mitbetrifft. Enge Verwandte und Freunde leiden mit, wenn eine geliebte Person ohne Immunschutz durchs Leben geht oder schwer erkrankt oder stirbt.“

     

    Ein Viertel der Teilnehmenden entschied sich für eine Direktimpfung

    Unter den fünf Kurzentschlossenen waren auch einige Studierende. Ein 21-jähriger Student möchte an Präsenzveranstaltungen seiner Universität teilnehmen und sich nicht immer testen lassen oder nur online studieren. Das Leben soll jetzt wieder normaler für ihn weitergehen. Eine Studentin des Umwelt-Campus Birkenfeld ist vor zwei Wochen aus Peru angereist. „In meiner Heimat sterben so viele Menschen an Corona. Viel, viel mehr als in Deutschland. Wir haben immer noch nicht genug Impfstoff. Es werden gerade die Älteren geimpft. Ich wäre mit meinen 23 Jahren noch lange nicht an der Reihe. Bei uns gibt es solche Veranstaltungen wie diese hier nicht, wo man sich aufklären und direkt impfen lassen kann. Ich finde es toll, dass es das in Deutschland gibt und ich mich jetzt schon impfen lassen darf.“

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